DAS AOR-Monster. Geht immer und überall. Das Gitarrengenie Neal Schon kloppte sich hier 43 Minuten lang Lehrmaterial für die Nachwelt aus den Saiten, während Steve Perry wie eine Nachtigall mit seinem Wunderorgan Refrains für die Ewigkeit in unserem Sonnensystem verankerte. Der heimlich versauteste Musiker auf Escape ist aber Ross Valory, der mit seiner Brillanz am Bass und seinem Spiel aufzeigt, wie wichtig dieses Instrument eigentlich ist. Don’t Stop Believin' ist nebenbei, sollte auch klar sein, einer der fantastischsten Erdensongs.
Mittwoch, 7. März 2018
Sonntag, 25. Februar 2018
Cradle Of Filth - Vempire or Dark Faerytales in Phallustein
Ok, lassen wir mal den Namen CRADLE OF FILTH außen vor und konzentrieren uns nur auf die Musik, denn diese ist auf Vempire herausragend. Black Metal im eigentlichen Sinne bieten CRADLE OF FILTH auf ihrem einzigen Album, welches ich auch heute noch für überragend halte, nicht unbedingt. Aber wen interessiert das, wenn es so erstklassig komponiert ist und einen ganz bestimmten Reiz ausübt?
Bis Cruelty and the Beast (1998) hatte ich den Weg der Engländer verfolgt, um danach zu erkennen, dass CRADLE OF FILTH mit Vempire das einzige Album veröffentlichten, das mich begeistern konnte. Nur auf Vempire klangen die Engländer so ausgewogen und perfekt ausbalanciert, und dazu gleichzeitig aggressiv und dramatisch.
Das Debüt The Principle of Evil Made Flesh (1994) brachte mich bei der Veröffentlichung zum Schmunzeln, Dusk… and Her Embrace (1996) ist ein katastrophal produziertes Gothic-Scheibchen, und Cruelty and the Beast landete sofort wieder auf dem Flohmarkt. Danach wurde die Band für mich völlig uninteressant, nur Vempire lege ich bis heute immer wieder gerne auf.
CRADLE OF FILTH haben auf diesem Album die perfekte Mischung aus aggressivem Black Metal, Heavy Metal, Gothic Metal und Horroratmosphäre erschaffen, die mich auch heute noch begeistern kann. Druckvoll produziert, stehen die Gitarren nicht im Hintergrund und dominieren größtenteils den Sound auf Vempire, die durch das drückende Schlagzeugspiel von Onkel Fester immer wieder angetrieben werden.
Selbstverständlich gibt es jede Menge Keyboards zu hören, die aber glücklicherweise nicht im Vordergrund stehen, sondern die mystische Atmosphäre wunderbar untermalen und für ein paar grandiose Momente sorgen. Überraschenderweise fällt Vempire gegenüber den anderen Alben sehr „metallisch“ aus, ist durchweg fantastisch komponiert und musikalisch wird genug Abwechslung geboten.
Über den Gesangsstil von Dani Filth kann man sich streiten, aber so nervig wie auf dem Debüt, so schrill wie auf Dusk… and Her Embrace und so beschissen wie auf Cruelty and the Beast klingt er auf Vempire jedenfalls nicht. Songs wie The Forest Whispers My Name, Nocturnal Supremacy oder das völlig geniale Queen of Winter, Throned bringen mich auch heute noch zum Tanzen.
Auch wenn ich nicht der größte Fan der Band bin, kann ich bis heute Vempire eine Menge abgewinnen und bin auch der Meinung, dass CRADLE OF FILTH mit diesem Album eines der bedeutendsten melodischen „Black“ Metal-Werke der Neunziger erschaffen haben – selbst die Konkurrenten DIMMU BORGIR konnten da nicht wirklich mithalten.
Freitag, 23. Februar 2018
Kyuss - Welcome To Sky Valley
Wie klingt es wohl, wenn man mit einem (Krause)DUO mit 34 mph durch die Mojave-Wüste donnert? Kyuss, die Stoner Rock-Legende schlechthin, haben mit ihren letzten drei von insgesamt vier Studioalben unantastbare Legenden der Hitzewellen-Musik erschaffen. Es gibt keine andere Band, die den Zeitgeist der frühen Black Sabbath so perfekt und dennoch mit einer ganz eigenen Marke in die Neunziger transformierte und dabei so cool und mitreißend klang, wie es Kyuss auf ihren drei Momenten der Lust taten.
Dabei ist Welcome to Sky Valley noch mal von allem so viel mehr und mehr und mehr. Wichtigstes und berauschendstes Brandzeichen im Sound von Kyuss – und bei Welcome to Sky Valley eine ganz eigene Hausnummer – ist der staubtrockene Druck im Hirn namens Josh Homme-Gitarrensound, welcher kongenial von Scott Reeders verschlingender Bassbalz begattet wird.
Und jetzt stellt man sich mal für ein paar Minuten vor, dass es das schon war, keine weiteren Instrumente. Denn bereits das allein ist die Essenz, die Soundkrypta von Kyuss. Die monströse Vereinigung von Wüstenriffs und Staubbrummen wurde mir auf keinem anderen Album so konsequent und authentisch um die Ohren gezwiebelt wie hier, wo Homme und Reeder abziehen. Hinzu kommt natürlich auch der fantastische, schweißtreibende Brant Bjork-Beat an den Dampfkesseln und der formidable Geckogesang von John Garcia, die die Songs atmen lassen. Supa Scoopa and Mighty Scoop, Demon Cleaner, Gardenia, 100°, Asteroid, Conan Troutman oder Whitewater sind Stopfsongs, vollgepresst mit Sand, Sonne und Trockenheit, und verwandeln meine Knochen in porös-brüchige Materie.
In seiner eigen- und einzigartigen Soundästhetik ist Welcome to Sky Valley vielleicht sogar das kultigste Rockalbum der letzten 20 Jahre.
Freitag, 16. Februar 2018
Mercyful Fate - Melissa
„Melissa“ von Mercyful Fate ist eines dieser Alben, bei dem man kaum glauben kann, dass es ein Debüt ist. Für mich ist es nicht nur besser als der ebenfalls aberwitzige Nachfolger „Don’t Break the Oath“, sondern schlichtweg das beste klassische Heavy Metal-Album überhaupt. Es ist die Quintessenz dessen, was Heavy Metal in seiner pursten, rohesten Form ausmacht: grandiose und verschachtelte Riffs, Gitarrensoli, die so technisch brillant wie melodisch sind, und eine Produktion, die gleichzeitig rau und doch perfekt abgestimmt ist.
Die Gitarrenarbeit auf „Melissa“ ist schlicht und ergreifend eine Wucht. Hank Shermann und Michael Denner liefern hier Riff um Riff, Melodie um Melodie ab, als gäbe es kein Morgen. Man fragt sich unweigerlich, wie es möglich ist, dass eine Band bereits auf ihrem Debüt ein solches Feuerwerk an Einfällen zündet. Die Harmonie zwischen den beiden Gitarristen ist atemberaubend – sie ergänzen sich perfekt, wechseln nahtlos zwischen rhythmischen Attacken und epischen Soli, die sich sofort ins Gehirn brennen. Besonders Songs wie ‚Evil‘ oder ‚Curse of the Pharaohs‘ zeigen dieses Zusammenspiel in Perfektion. Diese Songs sind nicht nur ikonisch, sie sind der aufbauende „Stolz“ einer ganzen Szene, die durch Mercyful Fate eine neue Dimension bekam.
Doch die Gitarren sind nur ein (enorm großer) Teil der Magie von „Melissa“. King Diamonds Stimme ist ein Kapitel für sich. Sein überbordender Gesang, der von tiefem, diabolischem Knurren bis hin zu seinen legendären Falsett-Exzessen reicht, ist so einzigartig wie verstörend. Besonders in dem epischen ‚Satan’s Fall‘ überschlägt sich seine Stimme derart, dass man unweigerlich und instinktiv vor Begeisterung seinen Sack schützend in den Händen hält, um die Männlichkeit zu bewahren. Die Intensität, die King Diamond hier an den Tag legt, sucht ihresgleichen und hat bis heute nichts von ihrer Wirkung verloren. Er klingt wie ein Wahnsinniger, der gleichzeitig die ganze Macht und Boshaftigkeit der Hölle heraufbeschwört und dabei jeden, der zuhört, in einen tranceartigen Zustand versetzt.
Ein weiteres unschätzbares Highlight ist das Bassspiel von Timi Hansen. Sein Bass läuft nicht einfach nebenher, er ist ein integraler Teil des Albums. Die Linien, die er in Stücken wie ‚Into the Coven‘ oder ‚Black Funeral‘ spielt, sind komplex und doch unglaublich druckvoll – sie verleihen dem Sound einen erdigen, fast 70er-Jahre-mäßigen Mief, der perfekt zum muffigen, düsteren Soundbild passt. Das alles wird von der großartigen Produktion von Henrik Lund zusammengehalten, die dafür sorgt, dass jedes Instrument zur Geltung kommt, ohne die rohe Kraft und Authentizität des Sounds zu verwässern. Diese Mischung aus Old-School-Vibe und technischer Präzision macht „Melissa“ zu einem zeitlosen Klassiker.
Und dann ist da natürlich der übergreifende Einfluss dieses Albums. Man kann den Wert von „Melissa“ für die Entwicklung des Black Metal nicht hoch genug einschätzen. Dieses Album war wegweisend – es schuf eine Brücke zwischen dem klassischen Heavy Metal und den dunkleren, extremen Klängen, die später den Black Metal definieren sollten. Doch es wäre zu kurz gegriffen, „Melissa“ nur auf seinen Einfluss zu reduzieren. Es ist nicht nur ein Meilenstein, sondern auch ein emotional intensives, technisch brillantes und einfach verdammt gutes Album, das in seiner Gesamtheit schlichtweg perfekt funktioniert und den Gipfel des klassischen Heavy Metal der Achtziger darstellt.
Sonntag, 11. Februar 2018
The Stooges - Fun House
Meine Damen, meine Herren, das vermutlich beste (Rock-)Album, das ich in über 30 Jahren Musikekstase kennenlernen durfte. Es gibt einige Alben, mit denen ich mich sehr stark verbunden fühle. Aber kein einziges kotzt mir so aus meiner Seele wie „Fun House“ von den Stooges. The Stooges haben hier einfach mal eine vollgepackte Ladung Chaos in die Musikwelt geworfen, die bis heute nichts von ihrer zerstörerischen Macht verloren hat. Zwischen „The Kinks Are the Village Green Preservation Society“ und „Quadrophenia’s Next“ hat „Fun House“ einen festen Platz in meiner heiligen Dreifaltigkeit der Lieblingsalben.
Die späten 60er markieren in der Rockmusik einen Umbruch, der alles Bisherige über den Haufen werfen sollte. Bands experimentierten mit neuen Sounds, erweiterten das musikalische Vokabular und verließen die sicheren Gefilde des Pop und Blues. Und wenn es ein Album gibt, das den Sound dieser aufkommenden musikalischen Rebellion in seiner rohen, ungeschliffenen Form auf den Punkt bringt, dann ist es „Fun House“ von The Stooges. In der Rockmusik gibt es wenige Alben, die mit solch brachialer Gewalt die Grundfesten des Genres erschüttert haben. Während das selbstbetitelte 69er Debüt bereits eine klare Ansage war, eine minimalistische Kundgebung aus Härte und Rebellion, ist dieses Zweitwerk eine noch tiefere und wildere Exkursion in die Ursprünge von Wut, Exzess und musikalischer Freiheit - und das mit einer Energie, die alles übertraf, was man bis dahin gehört hatte.
The Stooges, unter der elektrisierenden Präsenz von Iggy Pop, haben mit diesem Album eine rohe, unverfälschte Version von Rockmusik erschaffen, die in ihrer kompromisslosen Reinheit wie ein Urknall des Genres wirkt. Es ist die Urkraft für Punk, Noise und alles Ungestüme und Abgefuckte im Rock, das laut, dreckig, roh, ungebändigt und gnadenlos kaputt ist. Die Band entzieht sich allen gängigen Normen, verzichtet auf gefällige Strukturen und treibt die Songs mit einer Vehemenz voran, die keine Zugeständnisse zulässt. Wenn man die Platte auflegt, findet man sich in einer verwahrlosten Katastrophenzone wieder, wo Wut, Lust und Verzweiflung auf die primitivsten Instinkte prallen. Das Album zertrümmerte mit seiner atavistischen Kraft das Establishment der frühen 70er Jahre. Hier gibt es keine geschliffenen Gitarrensoli, keine filigranen Kompositionen - „Fun House“ ist ein animalischer Urknall, der wie eine unaufhaltsame Naturgewalt durch die Rockgeschichte tobt. Die Musik ist ein Schrei nach Freiheit, der aus den verrotteten Kellern und den vernarbten Straßen Detroits hervordringt. Die Arrangements auf „Fun House“ sind extrem reduziert, minimalistisch und dabei wahnsinnig effektiv. Der Blick bleibt immer auf den Grundton des Albums gerichtet - eine unaufhaltsame, raue Energie, die von einer wütenden und zugleich befreiten Ekstase getrieben wird.
Der Opener ‚Down on the Street‘ prügelt den Hörer in eine Welt voller Schweiß, Dreck, zersplitterten Glasflaschen und ungezügelter Lust. Es gibt keine Einführung, keine Aufwärmphase - von der ersten Sekunde an geht es um pure Energie. Ron Ashetons Gitarre kreischt und wimmert wie ein verwundetes Tier, seine Zerstörungsriffs sind maximal direkt, scharf und rau - Asheton trifft gezielt den Nerv, ohne viel Schnickschnack drumherum, während Iggy Pops Gesang - mehr ein animalisches Knurren als konventioneller Gesang, das keinen Raum für Kompromisse lässt - von den Tiefen der menschlichen Existenz kündet. Es ist ein Sound, der die Stagnation der Vororte der Mittelschicht in den späten 60er Jahren regelrecht verhöhnt. Und natürlich der treibende Bass von Dave Alexander sowie Scott Ashetons donnerndes Schlagzeug mit seinen in Dynamit getränkten Drumsticks, die dem ganzen Wahnsinn eine unbändige Wucht verleihen, als würde die Erde unter den Füßen vibrieren, kurz bevor sie auseinanderbricht. Das Zusammenspiel von Gitarre, Bass, Schlagzeug und der fast animalischen Wucht von Iggys Gesang entwickelt eine ungestüme Dynamik, die direkt ins Blut geht. Hier ist nichts gezähmt, alles scheint in Flammen zu stehen. Der Fokus liegt nicht auf ausgefeilter Technik, sondern auf dieser brodelnden, wilden Energie, die einen durch jede Faser des Albums begleitet. „Fun House“ gehört gerade deshalb zu meinen drei Lieblingsalben, weil es sich nicht in ausgefeilter Technik oder komplexen Strukturen verliert. Noch nie und auch nie wieder klang Rock so schmutzig, so direkt und so gefährlich.
„Fun House“ besitzt eine fast schon vulgäre und gnadenlose Direktheit. Die Produktion ist rau und ungeschliffen, genau wie die Musik selbst. Es gibt keine Glätte, keine Perfektion - alles klingt, als wäre es live und unkontrolliert, als könnten die Stooges jeden Moment das komplette Studio niederreißen. Es fühlt sich an, als hätte die Band jede Note, jedes Wort und jede Geste in einem einzigen Wutausbruch auf die Welt losgelassen. Dieses Soundschlachthaus ist unfassbar druckvoll, fast körperlich spürbar, und die Atmosphäre, die sich über die gesamte Spielzeit aufbaut, hat eine enorme hypnotische Qualität. Die Intensität ist beinahe unerträglich - und doch will man sich dieser Energie immer wieder aussetzen.
Im Titelsong ‚Fun House‘ offenbart sich die wahre Genialität der Band, die das gesamte Album in einem fieberhaften Crescendo zur Eskalation bringt. Über sieben hypnotische Minuten hinweg entfaltet sich ein musikalisches Panorama, das gleichermaßen von Free Jazz wie von primitiven Stammestrommeln inspiriert scheint. Dave Alexanders pulsierender Sex-Bass und Scott Ashetons stoisches und wichsfreies Schlagzeugspiel bilden das Fundament für eine ekstatische Reise ins Unbekannte, gekrönt von Steve Mackays frenetischem Saxophonpusterei.
‚1970‘ ist nichts weniger als die Geburtsstunde des Punk - Jahre bevor dieser Begriff überhaupt geprägt wurde. Iggys manisches „I feel alright!“ ist mehr als nur ein Refrain; es ist eine Kampfansage, ein nihilistisches Credo - eine rohe, unverfälschte Freude an der Rebellion und am Chaos.
In ‚Dirt‘ offenbart sich die existenzielle Krise einer ganzen Generation. Über einem schleppenden, blues-inspirierten Riff deklamiert Iggy Pop Zeilen von erstaunlicher poetischer Tiefe. „I've been dirt, and I don't care“. Es ist ein Moment von Dekadenz, der die Verzweiflung und Entfremdung der Post-Woodstock-Ära perfekt einfängt. Iggys Gesang hier ist langsamer, fast schleichend, während die Musik sich um ihn windet und eine Atmosphäre des drohenden Zusammenbruchs aufbaut. Der Song dehnt die Spannung aus, bis sie kaum noch zu ertragen ist, und zeigt, dass The Stooges nicht nur „Lärm“ erzeugen konnten, sondern auch in der Lage waren, emotionale und klangliche Tiefe zu erreichen.
Der Abschlusstrack ‚L.A. Blues‘ ist ein kakophonisches Experiment in Noise und Wahnsinn. Es ist kein Song im herkömmlichen Sinne, sondern vielmehr eine klangliche Repräsentation des Nervenzusammenbruchs der 60er Jahre. In seiner Unnachgiebigkeit liegt eine verstörende Schönheit - es ist der Soundtrack zum Untergang einer Ära, zum endgültigen Zerplatzen der Träume einer Generation. ‚L.A. Blues‘ ist auch zugleich ein radikaler Abschluss für ein radikales Album - ein Zeichen dafür, dass The Stooges bereit waren, jede Grenze zu überschreiten, um ihre künstlerische Vision zu verwirklichen.
„Fun House“ markiert das Ende der naiven Unschuld der 60er und weist gleichzeitig voraus auf die Wut und Frustration, die den Punk der späten 70er nähren würden. In seiner rohen Energie und seinem kompromisslosen Ansatz war es seiner Zeit mehrere Universen weit voraus - was damals wie Chaos und Zerstörung wirkte, war in Wahrheit eine kontrollierte Explosion kreativer Freiheit. The Stooges hatten keine Angst vor musikalischer Destruktion, und in diesem Prozess schufen sie etwas Zeitloses, Unvergängliches. „Fun House“ zeigt die Band auf dem Höhepunkt ihrer zer- und verstörenden Kraft - es ist ein Ritus, eine Art musikalisches Inferno, das alles um sich herum in Flammen setzt. The Stooges haben mit diesem Album DAS Referenzwerk in Sachen Dreck und Räudigkeit in die Rockgeschichte gekackt und damit das Serum für den Punk und die dampfende Latrine der Rockmusik geschaffen - es ist zweifellos eines der wichtigsten und kraftvollsten Rockalben aller Zeiten und für mich persönlich das Maß aller Dinge.